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Wer auf sein Abendessen verzichtet, sieht am nächsten Morgen jünger aus
Cleopatra badete zu Anti-Aging-Zwecken gerne und oft in Eselsmilch mit Honig. Damit hat sie nicht nur Cäsar verzaubert. Selbst im 19. Jahrhundert wurde dieses Vollbad von den Reichen und Adeligen gerne genutzt. Zusätze wie Honig sind auch heute wieder in vielen Duschgels und Badeölen zu finden. Ob uns diese Zusätze auch wirklich länger leben lassen, sei wohl eher in Frage gestellt.
Was aber wirklich wirkt, haben hunderte Studien bereits bewiesen: Wer weniger isst, lebt länger. Es ist bereits Tatsache und wissenschaftlich bewiesen, dass die Reduktion an Kalorien eine lebensverlängernde Wirkung hat.
Weniger Essen heißt in Europa, grundsätzlich nur so viel zu Essen, bis man wirklich satt ist. Im Jahr 2005 war allerdings bereits jeder zweite Deutsche übergewichtig und jeder fünfte adipös (fettleibig). Das zeigt, wie schwierig es uns fällt, unser Körpergewicht im sogenannten Normalbereich zu halten. Eine Diät durchzusetzen, die eine Kalorienreduktion von bis zu 30 Prozent vorgibt, scheint daher praktisch beinahe unmöglich. Dinner Cancelling als Art der Kalorienrestriktion scheint der Königsweg dieser Disziplin zu sein.
Eine verminderte Kalorienreduktion hat zur Folge, dass unsere Zellen, durch den niedrigeren Glukosespiegel, langsamer arbeiten. Als Folge werden weniger Wärme und Energie produziert und es sinkt unsere Körpertemperatur. Am besten funktioniert das in der Nacht.
Dinner Cancelling am Abend regt außerdem die Produktion von Melatonin an. Dieses Hormon hat einen bremsenden Einfluss auf den Alterungsprozess und wird normalerweise knapp nach Mitternacht ausgeschüttet. Ist unser Körper hingegen noch mit der Verdauung oder mit dem Abbau von übermäßigem Alkohol beschäftigt, wird die Melatoninproduktion stark eingeschränkt.
Wer auf sein Abendessen verzichtet und mit leerem Magen schlafen geht, sieht am nächsten Morgen frischer und vitaler aus.
Melatonin ist nämlich dafür verantwortlich, dass die Körpersysteme ruhig gestellt werden und Zeit haben, sich zu regenerieren. Dadurch schläft man besser und der Körper kann sich nachhaltiger erholen.
Jedoch ist der Verzicht auf das Abendessen nicht immer so einfach. Einerseits hat das gemeinsame Abendessen eine wichtige soziale Funktion und andererseits ist unser Körper seit vielen Jahren daran gewöhnt.
Lassen Sie das familiäre Abendessen daher nicht einfach ausfallen! Suchen Sie nach Alternativen in dem Sie ein oder zwei Mal pro Woche nur eine Kleinigkeit zum Essen herrichten und das gemeinsame Mittagessen am Wochenende umso mehr genießen. Auch für unseren Körper fällt die Umstellung schwer. Der Hunger wird nicht ausbleiben. Nächtliche Heißhungerattacken können jedoch einfach vermieden werden.
TIPP: Warmer Kräutertee am Abend beruhigt den Verdauungsapparat und ein kleines Stück Schokolade oder ein Glas warme Milch mit einem Teelöffel voll Honig vor dem Schlafengehen beugen dem Hungergefühl vor und fördern den Schlaf.
